Lulu 1-10
2004/2005
Videostills auf Plexiglass, Spezialdruck
Aus dem Videomaterial: Ich halte den Film an und friere den flüchtigen
Moment eines Ereignisses ein. "24 Bilder pro Sekunde, jeweils
unterbrochen von einer Dunkelphase, erzeugen die Illusion eines
Bewegungsablaufes". In Videoaufnahmen kann ich den Moment
des Entrückten im nachhinein in dem Bewegten suchen, indem
ich mir das Videomaterial- Frame für Frame- anschaue.
Lebende Bilder,
die Kunst eines angehaltenen und gedehnten Augenblicks, dann erst
entsteht das spezifische Leben.
Die Stills
sind Objekte, welche leicht und unfassbar im Raum schweben. Jedes
Bild ist Teil einer Geschichte, einer Bewegung oder eines Ablaufs.
Ist es der
Anfang oder das Ende des Films?
In welcher Szene und in welcher Zeit befinde ich mich? Verwirrung,
nichts ist klar definiert. Wiederum kann der Betrachter bewusst
oder unbewusst eingreifen.
Ein Foto wird herausgeschnitten aus dem Fluss der Zeit, festgehalten
und sichtbar verewigt. Das Still ist Zustand zwischen Stillstand
und Bewegung, denn das Verborgene und Entrückte, zeitlich
Unbestimmte ist ein Kennzeichen für Leben.
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