
Christiane Wittig konstruiert Bilder und Vorstellungswelten aufgrund
von gesammelter und dokumentierter Recherche sowie aufgrund von
tatsächlich Erlebtem. Es entsteht eine Form der multimedialen
Collage, in der Realität und Abstraktion miteinander verschmelzen.
Es ist die Suche nach dem Kleinen, welches oft im Verborgenen
liegt und beispielhaft für das Große steht.
Sie sucht nach
Gegenständen, ob alt oder neu, die eine Symbolkraft für
die Menschen besitzen und mit denen der Betrachter intuitiv einen
Vorgang assoziiert (Verhaltensstrukturen, Tradition, Geschichte,
Gedanken, Erinnerungen). Dieser Vorgang wird dann auf metaphorische
Art und Weise als Interface umgestaltet und interaktiv für
den Betrachter erfahrbar gemacht. Mittels dieser Interaktion vermag
sie den Betrachter aktiv und emotional durch seine von ihm selbst
aktiv vorgenommene und vollzogene Handlung intensiv in die jeweilige
Thematik einzubinden und ihn für einen Denk- und Gefühlsprozess
zu sensibilisieren. Gefühle und Emotionen werden in interaktiver
oder filmischer Form erfahrbar.